Pflanzen, die wenig Wasser brauchen - Welche Pflanzen sind geeignet?

Egal, ob als Garten-, Zimmer- oder Grabpflanzen – Pflanzen, die wenig Wasser brauchen, liegen stark im Trend. Und das zurecht. Denn Pflanzen, die mit wenig Wasser zurechtkommen, sind auch oft pflegeleicht und nehmen nicht viel Zeit in Anspruch. Sie eignen sich perfekt dafür, wenn man die Wohn- oder Außenräume grüner gestalten möchte, aber nicht so viel Zeit für die Pflege der Schönheiten hat. So kannst Du entspannt auch mal länger in den Urlaub fahren und musst Dir dabei keine Sorgen um das Wohlergehen Deiner grünen Mitbewohner machen. Einmal Gießen reicht vielen Pflanzen schon 1-2 Wochen aus. Manchen sogar mehrere Monate. So einfach war die Pflanzenpflege noch nie! Doch welche Blumen brauchen denn nun wenig Wasser? Genau das und vieles mehr erfährst Du im folgenden Blogartikel. Lies dafür gerne weiter.

Zimmerpflanzen Philodendron Monstera Kaktus Sukkulenten[Foto: Firn/Shutterstock.com]

Zimmerpflanzen – Pflegeleichte Pflanzen, die wenig Wasser brauchen

Es gibt viele Zimmerpflanzen, die pflegeleicht sind und wenig Wasser benötigen. Oft wird bei der Zimmerpflanzenpflege sogar eher zu viel gegossen, obwohl es sich um Pflanzen handelt, die wenig Wasser brauchen. Die meisten Menschen denken bei Pflanzen, die wenig Wasser brauchen, sofort an Wüstenpflanzen, also an Sukkulenten. Das ist auch völlig richtig, jedoch musst Du Dich bei der Wahl der Pflanzen, die wenig Wasser brauchen, nicht nur auf Wüstenpflanzen beschränken. Es gibt weitaus mehr Zimmerpflanzen, die sich dafür eignen. So sind auch tropische Pflanzen, wie die Monstera oder der Philodendron schon zufrieden, wenn sie nicht so viel Wasser bekommen. In der Natur wachsen diese Schönheiten im tropischen Regenwald, wo sie einen Großteil des notwendigen Wassers über ihre Luftwurzeln über die hohe Luftfeuchtigkeit aufnehmen können. Daher mögen sie es auch gar nicht so gerne, wenn die Erde ständig nass ist.

Monstera Thai constellation
Eine besondere Rarität - die Monstera Thai Constellation

So kannst Du Deine Wohnräume zum Beispiel mit der wunderschönen Monstera Thai Constellation schmucken. Die Seltenheit gehört zu den Pflanzen, die wenig Wasser brauchen. Sie darf zwischen den Wassergaben ruhig auch mal austrocknen, zum Beispiel wenn Du gerade im Urlaub bist. Die Monstera ist dahingehend sehr robust, mag es jedoch auch nicht zu lange trockenzustehen. Sie hat keine Möglichkeit, das Wasser zu speichern, wie es beispielsweise Sukkulenten tun. Daher empfehlen wir Dir die Monstera, wenn Du Zuhause bist, nach Bedarf zu gießen. Beim Philodendron, auch Baumfreund genannt, sieht das Ganze ähnlich aus. Du hast also bereits jetzt eine riesige Auswahl an Pflanzen mit einem geringen Wasserbedarf durch die große Vielfalt der zwei Gattungen. Aber auch Hoyas eignen sich perfekt als Zimmerpflanzen, wenn Du nicht so viel Zeit für die Schönheiten hast. Hoyas wachsen nämlich schön vor sich hin und brauchen dabei nur gelegentlich mal einen Schluck Wasser.

Gartenpflanzen, die wenig Wasser brauchen - Verschönere Deinen Garten mit Pflanzen, die wenig Wasser brauchen

Wenn Du nach Gartenpflanzen, die wenig Wasser brauchen, suchst, können wir Dir hierfür einen guten Anhaltspunkt geben. Pflanzen passen sich ja bekanntlich den gegebenen Bedingungen an. So haben Pflanzen, die wenig Wasser benötigen, oft schmale Blätter, die manchmal sogar leicht silbrig glänzen. Dadurch verdunstet weniger Wasser über die Blätter, wodurch die Pflanze selbst länger Wasser zur Verfügung hat. Die silbrige Oberfläche reflektiert zudem das Sonnenlicht, was auch ein Schutz gegen das Austrocknen ist. Ein gutes Beispiel für eine Gartenpflanze, die wenig Wasser braucht, ist der Lavendel. Der echte Lavendel (Lavandula Angustifolia) zählt außerdem zu den winterharten Pflanzen, die viel Sonne vertragen und wenig Wasser brauchen. Dabei kannst Du Dich bei dieser Gartenpflanze zudem an den wunderschönen lilafarbenen Blüten und dem entspannenden Duft erfreuen. Du kannst Dir Deinen Garten oder Deinen Balkon so zu einem kleinen entspannenden Blumenmeer machen. Um das Ganze abzurunden, kannst Du auch noch verschieden Rosen dazustellen oder - pflanzen. Denn auch Rosen benötigen nicht viel Wasser.

Hauswurz
Die robuste Gartenpflanze - die Hauswurz [WR7/Shutterstock.com]

Aber auch winterharte Sukkulenten dürfen im Garten und auf dem Balkon nicht fehlen. Insbesondere die Hauswurz, auch Steinrose oder Sempervivum genannt, ist aus vielen Gärten nicht mehr wegzudenken. Bei dieser Pflanze kannst Du Dich auch im Winter an den schönen rosettenartig geformten Blättern erfreuen, da die Hauswurz immergrün ist. Dabei ist sie winterhart und verträgt sogar Minusgrade ohne Probleme. Die Sortenvielfalt dieser besonderen Sukkulenten ist riesig. So fällt die Blattfarbe bei manchen Arten sogar rot bis pink aus, was ganzjährig schöne, farbige Akzente im Außenbereich setzt. Bei der Pflege der Schönheiten kannst Du fast nichts falsch machen. Das Einzige, was der Sempervivum schadet, ist zu viel Wasser. Ohne Wasser hält sie es dahingegen sogar über mehrere Monate aus.

Doch welche Bäume kommen mit wenig Wasser aus?

Wenn Du einen großen Garten hast, ist es auch schön, mit großen Bäumen den ein oder anderen schönen Akzent zu setzen. Damit Du Dir auch in trockenen Regionen einen schönen Baum zulegen kannst, möchten wir Dir hiermit etwas bei Deiner Entscheidung behilflich sein. Das Naheliegendste wären natürlich Bäume aus den mediterranen Bereichen. Solche Bäume kannst Du Dir auch in den Garten oder auf den Balkon stellen, jedoch zählen diese nicht zu den Pflanzen, die wenig Wasser brauchen und winterhart sind. Sie benötigen zwar wenig Wasser, sind jedoch durch ihre Herkunft keine harten Winter und Minusgrade gewohnt. Diese Bäume können also nicht draußen eingepflanzt werden, sondern müssen im Winter angemessen überwintert werden.

Deswegen möchten wir Dir einen heimischen Baum für einen trockenen Standort vorstellen. Besonders die Robinie macht sich in einem Garten hervorragend. Sie überzeugt nicht nur durch ihre zarten, hellgrün gefärbten ovalen Blättchen, sondern auch durch ihre Blüten. Die weißen Schmetterlingsblüten erscheinen zwischen Mai und Juni und verströmen einen angenehmen Duft. So tust Du nicht nur Dir etwas Gutes, sondern auch zahlreichen Bienen. Aber auch verschiedenste Ahorn- oder Linden-Arten eignen sich gut als Bäume für den eigenen Garten.

Besonders im Sommer kann man sich auch an dem schönen, charakteristischen Duft des Schmetterlingsflieders erfreuen. Oft geht man nur beim Spazierengehen vorbei und riecht schon den angenehmen Duft. Diesen schönen Sommerflieder kannst Du Dir auch in Deinen eigenen Garten oder auf den Balkon stellen. Denn auch diese Pflanze kommt exzellent mit wenig Wasser aus und liebt es in der vollen Sonne zu stehen.

Pflanzen, die viel Sonne vertragen und wenig Wasser brauchen

Kaktus variegation
Die schönen Wüstenpflanzen beeindrucken mit einer großen Vielfalt.

Pflanzen, die volle Sonne und wenig Wasser mögen, sind gar nicht so schwierig zu finden. Das trifft nämlich auf fast alle Wüstenpflanzen zu. So lieben es Sukkulenten und Kakteen oft vollsonnig zu stehen. Dabei können sie in ihren Blättern Wasser speichern und kommen so monatelang ohne Gießen aus. Dadurch sind diese Pflanzen besonders unkompliziert und pflegeleicht. Wenn Du also ein Fenster Richtung Süden hast, kannst Du das Fensterbrett perfekt nutzen, um es mit Kakteen und Sukkulenten besonders exotisch zu gestalten. Die meisten der Kakteen und Sukkulenten kannst Du im Sommer sogar nach Draußen stellen und so Deinen Balkon oder Deinen Garten zur Wohlfühloase machen. Wichtig dabei ist nur, dass Du die Schönheiten zuerst in den Schatten stellst und sie langsam an die volle Sonne gewöhnst. Drinnen hinter dem Fenster ist die Intensität der Sonne nämlich noch um einiges geringer als im Garten oder auf dem Balkon.

Aber auch die Yucca liebt es sonnig und benötigt dabei nicht viel Wasser. Diese palmenähnliche Pflanze aus Mittelamerika hat sich mit ihren Stamm an wenig Wasser angepasst. Darin speichert sie viel Wasser, sodass sie sich selbst immer ausreichend mit Wasser versorgen kann, ohne zusätzliches Wasser zu erhalten. Diese Pflanze solltest Du daher nur sehr sparsam gießen. Zu viel Wasser verträgt die schöne Pflanze nämlich nicht. Wenn Du Palmen magst, wird Dir auch die Hanfpalme bestimmt gefallen. Diese, aus dem Himalaja stammende Palme, macht sich hervorragend im Garten oder auf dem Balkon an einem vollsonnigen Standort. Die äußerst unkomplizierte Palme nimmt es einem auch nicht übel, wenn sie mal etwas weniger gegossen wird. So kannst Du Dir schnell eine kleine exotische Oase schaffen, die zum Wohlfühlen einlädt. Ein weiterer Vorteil der Hanfpalme ist das langsame Wachstum. Dadurch findet sie nämlich fast überall ihren Platz, an dem sie auch viele Jahre verbleiben kann.

Grab Pflanzen, die wenig Wasser brauchen - So gestaltet sich die Grabgestaltung auch im Sommer unkompliziert

Sedum Fetthenne
Das Sedum ist mit den farbenfrohen Blüten ideal für die Grabgestaltung. [Wirestock Creators/Shutterstock.com]

Oft gestaltet sich die Grabgestaltung, besonders in den heißen Sommertagen, schwierig. Damit nicht alles gleich welk aussieht, muss man bei vielen Pflanzen fast täglich zur Gießkanne greifen. Wir möchten Dir daher ein paar Pflanzen vorstellen, die wenig Wasser benötigen und sich so perfekt als Grab Pflanzen eignen. So bleibt das Grab auch lange schön und die Pflanzen müssen nicht ständig gegossen werden. Als besonders robust und schön gilt das Sedum (Fetthenne). Dieser Bodendecker mag viel Sonne und wenig Wasser am liebsten. Die Fetthenne eignet sich außerdem perfekt für die ganzjährige Grabgestaltung. Die Pflanze kommt nämlich sowohl mit Kälte als auch mit Hitze gut zurecht, was sie zur perfekten Pflanze für den Außenbereich macht. Dabei kannst Du zwischen dunkelvioletten bis hellgrünen Blättern wählen und auch zwischen verschiedenen Blütenfarben. Dann kannst Du Dich im Sommer bis Herbst an schönen, zarten Blüten erfreuen.

Aber auch die Eisbegonie ist eine gute Wahl für die Grabgestaltung im Sommer. Diese blühende Schönheit bildet schöne, kräftig gefärbte Blüten aus. So kannst Du unter anderem das Sedum als ganzjährigen Bodendecker verwenden und mit der Eisbegonie im Sommer schöne farbige Akzente setzen. Dabei zählt die Eisbegonie sogar zu den Dauerblühern, was bedeutet, dass Du Dich besonders lange an der Blütenpracht erfreuen kannst. Sie blüht von Mai bis in den Herbst hinein durchgängig. Aber auch Fuchsien werden für die Grabgestaltung im Sommer immer beliebter. Die blühenden Pflanzen sind auch perfekt für einen Schattenplatz, denn sie wachsen und blühen auch an etwas dunkleren Standorten. Solche Standorte werden von der Fuchsie sogar gegenüber hellen Standorten bevorzugt.

Welche Pflanzen brauchen wenig Wasser? - Warum brauchen manche Pflanzen wenig Wasser?

Wenn Pflanzen wenig Wasser benötigen, ist das oft eine Anpassung an ihren natürlichen Lebensraum. So wachsen Sukkulenten und Kakteen oft in der Wüste, wo nur äußerst selten Regen fällt. Dennoch ist auch in solchen Extremgebieten Leben zu finden. In Form von angepassten Insekten, Reptilien und Nagern, aber auch in Form von Pflanzen. So haben Sukkulenten ein spezielles Gewebe mit besonderen Zellen entwickelt. In diese Zellen kann die Sukkulente eine große Menge an Wasser aufnehmen und diese so für trockenere Perioden als Reserve speichern. Oft sitzen diese Zellen in den Blättern, wie es zum Beispiel bei der Aloe vera und in kleiner Anzahl auch bei der Hoya der Fall ist. Dieses zusätzliche Wasser führt zu sehr dicken und festen Blättern, wie man es von Sukkulenten kennt. Daher merkt man bei diesen Pflanzen auch schnell, ob erneut gegossen werden muss. Dann werden die Blätter nämlich immer weicher und sind nicht mehr so fest, da das Wasser nach und nach aus den Zellen aufgebraucht wird.

Hoyas haben als zusätzlichen Schutz zudem eine Wachsschicht auf den Blättern, weswegen sie auch als Wachsblume bekannt ist. Diese Wachsschicht soll das Eindringen von Schädlingen erschweren und auch vor Verdunstung schützen. Viele Pflanzen besitzen auch Härchen auf den Blättern, was zu einer feuchten Blattoberfläche führt. Auch so wird die Verdunstung minimiert. Bei Kakteen fungiert der ganze Kaktus als Wasserspeicher. Es gibt aber auch Pflanzen, die sich durch besondere Wurzeln daran angepasst haben, mit wenig Wasser zurechtzukommen. So wachsen bei Akazien die Wurzeln bis zu 80 Meter in die Tiefe, wodurch sie an ausreichend Wasser kommen. Dasselbe Prinzip machen sich auch Weinreben zu Nutzen. So kommen diese Pflanzen dennoch an genügend Wasser, obwohl es seit Monaten nicht geregnet hat.

Pflanzen, die Trockenheit vertragen - Finde hier die anpassungsfähigsten Pflanzen, die wenig Wasser benötigen für Dein Zuhause!

Doch welche Pflanzen sind nun am besten für längere Trockenphasen geeignet? Bei Zimmerpflanzen sind das vor allem verschiedene Sansevieria, Zamioculas, Peperomia, Senecio, Pilea, Kalanchoe und Hoya Arten. Diese Gattungen sind außerordentlich anpassungsfähig. So eignen sich viele der Schönheiten für fast jeden Raum. Diese Pflanzen kannst Du sowohl an einen sonnigen als auch an einen schattigen Platz stellen. Wichtig bei einem sonnigen Platz ist nur immer, dass Du Deine Zimmerpflanze zuerst an das starke Sonnenlicht gewöhnst. Ansonsten kann es zu unschönen Blattverfärbungen kommen.

Pflanzen, die wenig Licht und Wasser brauchen - Finde die perfekten Pflanzen für den dunklen Eingangsbereich

ZZ plant Raven Plant Zamioculcas Zamiifolia (Glücksfeder)
Zamioculas Zamiifolia [Foto: Przemyslaw Zielinski/Shutterstock.com]

Pflanzen zu finden, die wenig Licht und gleichzeitig auch wenig Wasser benötigen, ist gar nicht so einfach. Dennoch gibt ein paar Schönheiten, die sich perfekt für ein dunkles Bad oder auch für den Eingangsbereich eignen. So kannst Du beispielsweise einen Philodendron oder eine Epipremnum wählen, um die Räume schön zu schmücken. Die Pflanzen werden zwar etwas langsamer wachsen, dafür benötigen sie aber auch deutlich weniger Wasser als an einem sehr hellen Standort. Aber auch die Sansevieria und die Zamioculas eignen sich für nahezu jeden Standort. An einem etwas dunkleren Platz werden sie zudem dunklere Blätter ausbilden, was besonders bei der Zamioculas Zamiifolia zu wunderschönen, fast schwarzen Blättern führt. Du kannst also auch in etwas dunkleren Räumen besondere pflanzliche Aspekte setzen.

Was es aber noch zu beachten gibt, ist, dass es schnell mal passieren kann, dass man diese Pflanzen zu viel wässert. Durch den dunkleren Standort brauchen sie aber nur sehr wenig Wasser. Es ist also wichtig, dass sie besonders in der kälteren Jahreszeit nur sehr sparsam gießt, sodass keine Staunässe entsteht. Am besten passt Du Dein Gießverhalten dem Wachstum der Pflanze an. Wächst die Pflanze langsam? Dann brauchst Du sie höchstwahrscheinlich nicht oft zu gießen. Es hat sich bewährt, besonders bei Zimmerpflanzen, zuerst mit dem Finger zu ertasten, wie nass die Erde noch ist und erst dann zu gießen. So kann nichts mehr schief gehen und Du kannst Dich an Deinen schönen grünen Pflanzen erfreuen!

Es gibt also nahezu für jeden Anlass und für jeden Raum, Balkon oder Garten die passenden Pflanzen mit wenig Wasserbedarf. Du kannst Deine Umgebung schön grün gestalten, auch wenn Du mal öfter nicht zuhause bist oder schlichtweg keine Zeit hast.